Beim Hand-Modellguss bestimmen Dublieren, Wachsmodellation und Guss die Passung, und jeder Schritt streut. Ein zweites Gerüst zum selben Fall wird selten wie das erste. Digital konstruieren wir das Gerüst am Scan oder am Meistermodell in Exocad und fertigen es dann auf einem von zwei Wegen. Beides läuft bei uns in Berlin-Reinickendorf im eigenen Haus, vom Scan über den Druck bis zur Fräse. Hier steht, welcher Weg zu welchem Fall passt und wie Sie den Fall an uns übergeben.
Zwei Wege zum Gerüst
Konstruiert wird in beiden Fällen identisch: Klammern, Auflagen, große und kleine Verbinder und Retentionsgitter entstehen am Datensatz mit definierten Wandstärken statt freihändig aufgewachst. Erst bei der Fertigung trennen sich die Wege.
- Gedruckt und gegossen: Wir drucken das Gerüst in ausbrennbarem Kunststoff, betten ein und gießen in NEM. Der gewohnte Gussweg bleibt, nur die fehleranfällige Handmodellation entfällt. Sinnvoll bei filigranen Klammerverläufen und weit ausgedehnten Gerüsten.
- Direkt gefräst: Das Gerüst entsteht aus dem NEM-Block, ohne Guss und Einbettung. Dichtes Gefüge ohne Lunker, planbare Spaltmaße. Stärke bei klaren Klammerverläufen und überall dort, wo die Reproduzierbarkeit zählt, etwa bei Friktionsflächen an Teleskopen.
Welcher Weg passt, hängt von Klammerführung, Spannweite und gewünschter Resilienz ab. Bei Grenzfällen klären wir das vor der Fertigung am konkreten Datensatz, nicht erst am fertigen Gerüst.
Passung und Reproduzierbarkeit
Der Gewinn ist nicht das Tempo, sondern die Wiederholbarkeit. Die Geometrie liegt als Datensatz vor, also ist sie messbar und exakt nachfertigbar. Bricht eine Klammer oder geht ein Gerüst verloren, fertigen wir aus demselben Datensatz nach, ohne neu zu modellieren. Auflagen sitzen, wo sie konstruiert wurden, Klammerschenkel haben definierte Querschnitte statt geschätzter Stärken. Beim gefrästen Gerüst kommt das homogene Gefüge des Vollmaterials dazu: keine Gussporen, keine Gussspannung, gleichbleibende Friktion an Teleskop- und Geschiebeanschlüssen.
Was Sie abgeben
Wir arbeiten mit offenen STL-Daten und Exocad. Je nachdem, wie viel Sie selbst übernehmen, gibt es drei Einstiege:
- Fertige Konstruktion: Sie konstruieren das Gerüst und schicken die STL. Wir fräsen oder drucken und gießen genau diesen Datensatz, ohne ihn umzubauen.
- Scan oder Modell: Sie liefern Intraoralscan oder Meistermodell, wir konstruieren nach Ihren Vorgaben zu Klammerverlauf und Design und stimmen es vor der Fertigung mit Ihnen ab.
- Kompletter Modellguss: Sie geben den Fall ab, wir liefern das zur Aufstellung fertige Gerüst zurück.
So bleibt bei Ihnen, was Sie behalten wollen, und der Fertigungsschritt geht an ein Labor, das scannen, drucken und fräsen selbst beherrscht. Nichts wird ausgelagert oder ins Ausland gegeben. Ansprechpartner ist Zahntechnikermeister Antonio Maisto. Wenn Sie nur einzelne Schritte abgeben, finden Sie das unter Teilfertigung und Lohnarbeiten.
Übergabe und nächster Schritt
Datensätze kommen digital, Modelle und fertige Gerüste laufen über die tägliche Botentour in Berlin: Wir holen ab und liefern zurück, ohne Versandweg dazwischen. Auch eilige oder knifflige Modellgüsse nehmen wir an. Technik und Materialwege stehen auf der Seite zu unserem Fräszentrum.
Schicken Sie uns einen Modellguss-Fall oder den Datensatz. Wir klären gedruckt-und-gegossen oder gefräst, Klammerdesign und Termin und legen los. Einen Überblick zum Fertigen im Fräszentrum in Berlin finden Sie hier, eine Anfrage als Praxis oder Labor stellen Sie mit wenigen Angaben.