29.06.2026 · Maisto Dentallabor

Implantatsteg aus Titan fräsen lassen statt löten oder gießen

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Beim implantatgetragenen Steg trägt der passive Sitz auf allen Implantaten die ganze Arbeit. Wird gelötet oder gegossen, bringt jeder Fügeschritt und jede Erstarrung Verzug ins System, der sich beim Verschrauben als Vorspannung auf die Implantate überträgt. Aus dem Vollmaterial gefräst entfällt diese Quelle. Wir fräsen in unserem Fräszentrum in Berlin-Reinickendorf Stege und Suprakonstruktionen einteilig aus Titan oder NEM, aus offenen STL-Daten und Exocad, komplett im eigenen Haus.

Warum gefräst statt gelötet oder gegossen

Ein gegossener Steg erstarrt aus der Schmelze und zieht sich dabei ungleichmäßig zusammen. Eine Lötverbindung fügt Einzelteile mit einem zweiten Material und einem weiteren Wärmeeintrag. Beides erzeugt innere Spannungen und mögliche Gussporen, die der Arbeit nicht anzusehen sind, aber bei der Verschraubung auf die Implantate wirken. Aus einem massiven Rohling gefräst hat der Steg keine Fügestelle und kein erstarrendes Schmelzvolumen. Das Gefüge ist über die gesamte Spannweite homogen, das Spaltmaß an den Implantatschnittstellen reproduzierbar. Der passive Sitz wird nicht nachträglich erzwungen, sondern fällt aus der Fertigung.

Titan oder NEM für den Steg

Beide Werkstoffe fräsen wir aus dem Vollmaterial. Die Wahl hängt vom Fall ab:

  • Titan: erste Wahl für implantatgetragene Stege. Dichtes Gefüge, geringes Gewicht, hohe Biokompatibilität. Indiziert bei dokumentierten Unverträglichkeiten gegen Legierungsbestandteile und wenn Verträglichkeit im Vordergrund steht.
  • NEM: robust, gut weiterzuverarbeiten und wirtschaftlich, wenn gegen den Werkstoff keine Verträglichkeitsanforderung spricht.
  • Einteilig gefräst, beide: keine Lötnaht, keine Gussporen, planbare Passung auch über lange Spannweiten und mehrere Implantate.

Auf der gefrästen Primärstruktur baut die Suprakonstruktion auf, als Steggeschiebe für eine herausnehmbare Deckprothese oder als verschraubte festsitzende Brücke. Den Aufbau stimmen wir vor dem Fräsen mit Ihnen ab.

Welche Daten und Modelle wir brauchen

Die Passung steht und fällt mit der Genauigkeit der Implantatpositionen. Damit der gefräste Steg passiv sitzt, brauchen wir sie verlässlich erfasst:

  • Implantatpositionen per Intraoralscan mit Scanbodies oder als verschlüsseltes Meistermodell mit Laboranalogen.
  • Implantatsystem samt Plattform und Durchmesser, damit wir die passenden Klebebasen oder vorgefertigten Schnittstellen einplanen.
  • Gegenkiefer und Bisssituation für die statische und funktionelle Auslegung des Stegs.
  • STL-Datensatz oder Exocad-Konstruktion, falls Sie selbst konstruieren. Dann fräsen wir genau Ihren Datensatz. Liegt nur ein Scan oder Abdruck vor, konstruieren wir nach Ihren Vorgaben und stimmen Steghöhe, Verlauf und Schnittstellen vorab ab.

Sind die Implantatpositionen unsicher erfasst, vererbt sich das in den Steg, egal wie präzise wir fräsen. Bei verschraubten Großbrücken empfehlen wir vor der Endfertigung eine Passungskontrolle am Modell oder im Mund.

Übergabe und Ablauf in Berlin

Datensätze schicken Sie digital, Modelle und fertige Arbeiten laufen über unsere tägliche Botentour: Wir holen in Berlin ab und liefern zurück, ohne Paketdienst und ohne Wartezeit durch Versand. Gefräst, ausgearbeitet und kontrolliert wird komplett bei uns, nichts geht ins Ausland oder an Dritte. Bei Rückfragen sprechen Sie direkt mit dem Techniker, der den Steg gefräst hat. Auch eilige oder knifflige Fälle nehmen wir an.

Schicken Sie uns einen konkreten Fall mit Implantatsystem und Scan oder Modell. Wir klären Material, Konstruktion und Termin, bevor gefräst wird. Technik und Maschinen stehen auf der Seite zu unserem Fräszentrum, weitere abgebbare Schritte unter Teilfertigung und Lohnarbeiten. Als Praxis stellen Sie über diese kurze Anfrage den ersten Fall vor, wir melden uns persönlich.

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