09.06.2026 · Maisto Dentallabor

Dritte Zähne mit Totalprothese: Herstellung, Halt und Eingewöhnung verständlich erklärt

← Alle Beiträge

Der Begriff „dritte Zähne“ steht für eine Totalprothese, die einen kompletten Kiefer ersetzt, wenn keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. Für viele Menschen bedeutet das ein gutes Stück Lebensqualität: wieder fester abbeißen, deutlich sprechen und unbefangen lachen. Auf dieser Seite erfahren Sie verständlich, wann eine Totalprothese sinnvoll ist, wie sie entsteht, wie der Halt zustande kommt und worauf es in den ersten Wochen ankommt.

Wann eine Totalprothese nötig wird

Eine Totalprothese kommt infrage, wenn sich in einem Kiefer keine Zähne mehr erhalten lassen – etwa durch fortgeschrittenen Knochenabbau, lange bestehende Lücken oder Zähne, die nicht mehr zu retten sind. Manche Patientinnen und Patienten tragen sie im Ober- und Unterkiefer, andere nur in einem. Diese Entscheidung treffen Sie gemeinsam mit Ihrer Zahnärztin oder Ihrem Zahnarzt. Wir im Labor fertigen die Prothese anschließend nach den Abformungen und Vorgaben aus der Praxis.

Wie dritte Zähne gefertigt werden

Eine Totalprothese entsteht in mehreren Schritten und nicht an einem einzigen Tag. Zuerst nimmt die Praxis eine genaue Abformung Ihres Kiefers. Daraus stellen wir im Labor ein passgenaues Modell her. Anschließend wird die Bisslage bestimmt – also wie Ober- und Unterkiefer zueinander stehen –, damit Sie später bequem kauen und sprechen können.

Vor der Fertigstellung erfolgt in der Regel eine Anprobe mit in Wachs aufgestellten Zähnen. Dabei lassen sich Form, Stellung und Farbe in Ruhe abstimmen, bis das Ergebnis zu Ihrem Gesicht passt. Erst danach arbeiten wir die endgültige Prothese aus. Diese Sorgfalt zahlt sich aus: Eine gut gearbeitete Totalprothese sitzt stabil und wirkt natürlich. Welche Versorgungen wir im Einzelnen anbieten, sehen Sie unter Leistungen.

Halt und Haftcreme – was wirklich hilft

Der Halt einer Oberkieferprothese entsteht vor allem durch einen feinen Saugeffekt am Gaumen: Die Prothese liegt flächig an und hält dadurch von selbst. Im Unterkiefer ist das anspruchsvoller, weil dort die Zunge im Spiel ist und weniger Auflagefläche zur Verfügung steht. Entscheidend ist eine genaue Passung – deshalb lohnt sich saubere Arbeit von Anfang an.

Haftcreme kann zusätzlich Sicherheit geben, besonders in der Anfangszeit oder bei stärkerem Knochenabbau. Sie ersetzt aber keine schlecht sitzende Prothese. Lässt der Halt dauerhaft nach, sollte die Prothese kontrolliert und gegebenenfalls unterfüttert werden, statt immer mehr Creme aufzutragen. Wer langfristig festeren Halt wünscht, kann mit der Praxis auch über Druckknopf-Verbindungen auf Implantaten sprechen.

Eingewöhnung und Pflege

Die ersten Tage fühlen sich oft ungewohnt an, und das ist völlig normal. Der Mund braucht etwas Zeit, sich an die neue Prothese zu gewöhnen. Sprechen Sie zu Beginn ruhig laut vor sich hin und starten Sie beim Essen mit kleinen, weichen Bissen. Nach ein bis zwei Wochen empfinden die meisten die Prothese als selbstverständlichen Teil des Alltags. Kleine Druckstellen lassen sich in der Praxis schnell anpassen – warten Sie damit nicht zu lange.

Für die Pflege gilt: Reinigen Sie die Prothese täglich mit einer Prothesenbürste und mildem Reiniger, nicht mit normaler Zahnpasta, die zu scharf wirkt. Über Nacht bewahren Sie sie am besten feucht auf. Auch Zahnfleisch und Gaumen tun sanfte Massagen gut.

Eine Totalprothese ist kein Notbehelf, sondern Zahnersatz, der bei sorgfältiger Arbeit natürlich aussieht und sich angenehm trägt. Drückt etwas oder haben Sie Fragen zu Ihren dritten Zähnen? Sprechen Sie uns an – wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen.

Fragen zu diesem Thema?

Wir beraten Zahnarztpraxen persönlich und unverbindlich – sprechen Sie uns an.

Kontakt aufnehmen