Wenn Sie das Fräsen zukaufen, entscheidet das Material über Mindestwandstärken, Befestigungsprotokoll und Standzeit der Arbeit. Wir fräsen in Berlin-Reinickendorf Zirkon, NEM, Titan und PMMA aus offenen STL-Daten – gesintert und ausgearbeitet im eigenen Haus, nichts geht ins Ausland oder an Dritte. Dieser Text ordnet die Werkstoffe nach Indikation und sagt, was Sie als Behandler oder zulieferndes Labor jeweils zurückbekommen.
Zirkon: der Standard für vollkeramische Versorgungen
Zirkondioxid deckt heute den größten Teil der festsitzenden Versorgungen ab. Welche Generation passt, hängt vom Fall ab: hochtransluzentes Zirkon für Frontzahnkronen und kleine Brücken, wo die Ästhetik trägt; das höher belastbare, klassische Zirkon für Seitenzahnbrücken und größere Spannweiten. Monolithisch gefräst und nur bemalt entfällt der Verblendaufwand, und Chipping fällt praktisch weg. Wegen der hohen Eigenfestigkeit ist neben der adhäsiven Befestigung auch konventionelle Zementierung möglich. Wir fräsen das Gerüst, sintern im eigenen Ofen und liefern je nach Auftrag die monolithisch ausgearbeitete Restauration oder ein reduziertes Käppchen zum Verblenden.
NEM und Titan: wenn Metall die bessere Antwort ist
Nicht jeder Fall ist ein Keramikfall. Bei langen Spannweiten, Teleskop- und Konusarbeiten oder als Steg für implantatgetragene Suprakonstruktionen ist gefrästes Metall die stabilere und meist wirtschaftlichere Lösung. NEM ist robust, gut weiterzuverarbeiten und günstig. Titan setzen wir, wenn dokumentierte Unverträglichkeiten gegen Legierungsbestandteile vorliegen oder Biokompatibilität im Vordergrund steht – häufig bei implantatprothetischen Stegen. Gefräst statt gegossen heißt: dichtes Gefüge, reproduzierbare Passung, keine Gussporen.
- NEM: Kronen- und Brückengerüste, Modellguss-Alternativen, Klebebasen.
- Titan: implantatgetragene Stege und Brücken, Sekundärteile, Fälle mit Verträglichkeitsanspruch.
- Beide aus dem Vollmaterial gefräst: homogenes Gefüge und planbare Spaltmaße auch über lange Spannweiten.
PMMA und Wachs: Provisorien, Try-ins und Gusssockel
PMMA und gefrästes Wachs sind keine Definitivmaterialien, im Ablauf aber oft der entscheidende Zwischenschritt. Ein Langzeitprovisorium aus PMMA überbrückt die Phase bis zur Endversorgung und dient als Funktions- und Ästhetik-Try-in, bevor Sie in Zirkon oder Metall übergehen. Gefrästes Wachs gibt reproduzierbare Modellationen für die Press- oder Gusstechnik. So prüfen Sie eine geplante Versorgung, ohne das Endmaterial zu riskieren.
Was Sie vom Fräszentrum bekommen
Wir arbeiten mit offenen STL-Daten und Exocad: Sie übergeben Scan oder Design direkt, unabhängig vom Konstruktionssystem. Gefräst, gesintert und ausgearbeitet wird komplett bei uns. Je nach Auftrag erhalten Sie das reine Gerüst, eine monolithische Restauration oder eine bei uns verblendete Arbeit zurück. Auch knifflige oder eilige Fälle nehmen wir an. Abholung und Lieferung laufen über unsere tägliche Botentour in Berlin – kein Versandweg, kein Posttag dazwischen. Technik und Ablauf stehen auf der Seite zu unserem Fräszentrum; wer auch Teilschritte oder Lohnarbeiten abgeben will, findet die Details unter Teilfertigung und Lohnarbeiten.
Sind Sie bei einem konkreten Fall unsicher, schicken Sie uns die Ausgangssituation – wir klären Indikation und Datenfluss, bevor gefräst wird. Einen Überblick zum Fräsen im externen Fräszentrum finden Sie hier; eine Anfrage als Praxis oder Labor ist mit wenigen Angaben gestellt.