Leistung · Modellgussprothese

Modellgussprothese – gegossenes Metallgerüst mit Klammern und Auflagen

Die Modellgussprothese verteilt die Kaukräfte über ein gegossenes Metallgerüst auf Restzähne und Schleimhaut – ein herausnehmbarer Zahnersatz für den teilbezahnten Kiefer.

Die Modellgussprothese versorgt den teilbezahnten Kiefer, solange noch tragfähige Restzähne vorhanden sind. Tragendes Element ist ein gegossenes Metallgerüst, an dem Klammern, Auflagen und Verbinder eine Einheit bilden. Die Prothese stützt sich teils auf die verbliebenen Zähne, teils auf die Schleimhaut. Diese kombinierte Lagerung bestimmt Sitz, Belastung und Haltbarkeit.

Aufbau des gegossenen Gerüsts

Das Gerüst wird in einem Stück gegossen. Daraus ergibt sich eine hohe Formstabilität bei geringer Materialstärke. Mehrere Bauteile greifen ineinander:

  • Großer Verbinder – im Oberkiefer als Platte oder Bügel, im Unterkiefer meist als Lingualbügel. Er verbindet die Sättel und leitet Kräfte über den Kiefer.
  • Klammern – sie umfassen die Restzähne und sichern die Prothese gegen Abheben.
  • Auflagen – sie liegen auf Kauflächen oder Randleisten und leiten Druck in die Längsachse des Zahns.
  • Kunststoffsättel mit den Ersatzzähnen, verankert über das Gitter des Gerüsts.

Indikation beim teilbezahnten Kiefer

Die Modellgussprothese kommt in Betracht, wenn Lücken zu versorgen sind und ausreichend Pfeilerzähne für Klammern und Auflagen zur Verfügung stehen. Sie eignet sich für Schaltlücken ebenso wie für Freiendsituationen. Bei reiner Schleimhautlagerung ohne Restzähne ist sie nicht das Mittel der Wahl. Die Planung beginnt mit der Vermessung des Situationsmodells im Parallelometer. Dabei legen wir Einschubrichtung, Klammerverlauf und die Lage der Auflagen fest. Die Modellanalyse ist die Grundlage der Konstruktion.

Klammern, Auflagen und Statik

Die Gestaltung der Halteelemente bestimmt, wie die Prothese Kräfte aufnimmt. Eine Klammer hat einen umfassenden und einen federnden Anteil; der federnde Arm greift unter den Höcker und sorgt für Halt, der starre Anteil stützt. Auflagen verhindern, dass die Prothese in die Schleimhaut einsinkt und den Zahn seitlich belastet. Bei Freiendsituationen ist die statische Auslegung entscheidend, weil der hintere Sattel ohne Endpfeiler abgestützt wird. Hier gestalten wir die Klammern so, dass sie unter Belastung etwas nachgeben und den Pfeilerzahn schonen. Ziel ist eine gleichmäßige Verteilung der Kaukräfte ohne Überlastung einzelner Zähne.

Wirtschaftlichkeit und Abgrenzung zur Teleskopprothese

Die Modellgussprothese kommt ohne Überkronung der Pfeilerzähne aus und ist mit überschaubarem Aufwand zu fertigen. Damit eignet sie sich als Übergangs- wie als Langzeitversorgung. Die Teleskopprothese arbeitet dagegen mit doppelkronigen Verankerungen: Die Pfeilerzähne werden überkront, die Prothese hält reibschlüssig, sichtbare Klammern entfallen. Das bringt funktionelle und ästhetische Vorteile, ist jedoch mit höherem Aufwand und höheren Kosten verbunden. Welche Versorgung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Pfeilerzahl, Bezahnung und den Ansprüchen des Patienten ab.

Eine Modellgussprothese ist nur so gut wie ihre Planung am Modell. Wer Einschubrichtung und Statik sauber festlegt, vermeidet Druckstellen und Lockerung.

Wir fertigen Modellgussarbeiten für Praxen aus Berlin und dem Umland. Als Kooperationslabor für Zahnärzte stimmen wir die Konstruktion vorab mit Ihnen ab. Einen Überblick zu unserem Spektrum finden Sie in den Leistungen; für ein konkretes Vorhaben erreichen Sie uns über den Kontakt.

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